Nutzung der Mahd

Heu liefert die wichtigste Rohfaser – Die Basis guter Pferdefütterung

Pferdeheu von Ihrer Wiese?

„Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!“ – wir lieben es mit unseren Pferden durch die wunderschöne, grüne Landschaft der Südweststeiermark zu reiten. Aber wussten Sie, dass die Pferde ursprünglich aus den Steppengebieten Europas und Asiens abstammen?

Es herrscht in der Steppe eine von Gräsern geprägte, offene, aber karge Landschaft vor. Für das Wachstum größerer Bäume ist es dort einfach zu trocken. Entsprechend ist das Verdauungssystem von Pferden seit jeher auf eine solche Vegetation ausgerichtet. Pferde können somit auch nährstoffärmeres Heu verwerten, welches für Kühe nicht mehr geeignet ist. Was Pferden aber gar nicht gut tut, ist ein Futter, das verpilzt, oder von Bakte- rien vergoren ist. Schimmliges Heu, Silage, ebenso wie für Pferde giftige Pflanzen, stellen keine Futtermittel für diese edlen Tiere dar.

Auch wenn Sie eventuell mit Pferden bisher wenig zu tun hatten, und persönlich keine Berührungspunkte zu Pferden sahen: vielleicht ist Ihre Wiese ein guter Boden für ein qualitatives Pferdeheu!

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Haben Sie Interesse an Pferdeheu, oder Interesse auf Ihrer Wiese Pferdeheu zu produzieren? Auch wenn Sie eventuell mit Pferden bisher wenig zu tun hatten, und persönlich keine Berührungspunkte zu Pferden sahen: vielleicht ist Ihre Wiese ein guter Boden für ein qualitatives Pferdeheu!

Hier finden Sie alle Informationen:

  • Von einer artenreichen Wiese profitieren unter anderem das Pferd und auch der Mensch (siehe: „Geben Sie Ihrer Wiese eine Zukunft“). Ist das Futter aufgrund der Pflanzenvielfalt abwechslungsreich, schmeckt es den Pferden besonders gut, auch die Feinsinnigkeit des Tieres wird dadurch geschärft.

    Aber Achtung: für Pferde gibt es auch ungeeignete, giftige Pflanzenarten: Herbstzeitlose, Jakobs-Greiskraut, ein hoher Anteil an Johanniskraut oder Zypressen-Wolfsmilch wirken sich negativ auf die Futtereignung für Pferde aus.

    Ist die Wiese weniger artenreich, da aus einer jüngeren Ansaat hervorgegangen, so ist auch der Anteil an Schmetterlingsblütlern, wie zB Weißklee, Rotklee, Luzerne oder Hornklee zu beachten. Sind diese prägend im Wiesenbestand, kann das Futter ein Zuviel an Rohproteinen für Pferde enthalten. Alte, bunte Blumenwiesen sind auf diesen Punkt bezogen meist sicher, sie erreichen in der Regel nie einen zu hohen Anteil dieser Pflanzenarten.

  • Bevor Heu als Futter dem Pferd vorgelegt wird, sollte es stets auf seine Qualität beurteilt werden. Auch wenn das Heu von noch so artenreichen Wiesen stammt und zu einem günstigen Zeitpunkt gemäht wurde, können beim Trocknen und Lagern noch zahlreiche Probleme auftreten und die Eignung als Pferdeheu beeinträchtigen.

    Mit der sog. Sinnenprüfung wird das Heu durch Riechen, Angreifen, Betrachten auf die Kriterien Geruch, Struktur und Farbe bzw. Verunreinigungen hin beurteilt. Dadurch kann zB eine gefährliche Schimmelbildung mittels unterschiedlicher Kriterien erfasst und dokumentiert werden. All diese Kriterien und Testergebnisse werden anhand eines Punktesystems bewertet und daraus ein Gesamtwert zur Heuqualität abgeleitet.

  • Pferde stellen je nach Rasse und Einsatzzweck unterschiedliche Ansprüche an deren Futter:

    • Zuchtpferde, im Leistungssport eingesetzte, besonders schwerfuttrige Tiere oder auch alte Tiere benötigen energiereicheres Heu. Dies sollte zum Beginn der Gräser-Vollblüte gemäht werden. Je nach Höhenlage der Wiese ab Ende Mai oder in der ersten Junihälfte.
    • Pferde ohne Stoffwechselbeschwerden und mit durchschnittlicher Bewegungsintensität benötigen nicht ganz so energiereiches Futter. Dies sollte gegen Ende der Gräser-Vollblüte gemäht werden. Der Zeitpunkt liegt oft rund fünf Tage nach dem Beginn der Gräser-Blüte. Je nach Höhenlage der Wiese, meist in der ersten Junihälfte oder kurz danach.
    • Für die Fütterung von besonders leichtfuttriger Pferde, wie zB robuster Ponyrassen, oder solcher Tiere, die krankheitsbedingt ein energieärmeres Futter benötigen, ist ein Mähzeitpunkt kurz nach dem Abblühen der Hauptgräser einer Wiese möglich. Erkennbar daran, dass die Gräser im Blütenstandsbereich schon leicht zu verbraunen beginnen. Je nach Höhenlage der Wiese geschieht dies rund Mitte Juni oder danach.
    • den Standort der Wiese – trocken, frisch oder feucht, aber nicht zu nass
    • die Zusammensetzung der Pflanzenarten – vielfältig aus mehreren Grasarten und vielen Kräutern
    • den Zeitpunkt der Mahd – nicht vor der Hauptblüte der Wiesenpflanzen, aber nicht viel später
    • die Mahdhöhe – lieber etwas höher, damit die Erde am Boden liegen bleibt
    • die Trocknung des Futters – je rascher, desto besser
    • die Lagerung des Heus – luftig und trocken
    • die Prüfung des Heus – durch den umsichtigen Menschen mit vielen Sinnen
    • die Vorlage des Heus – direkt ans Pferd mit Gewissheit und gutem Gefühl
  • In einer ganzheitlichen Sicht sollte die Wiesennutzung stets nur so erfolgen, dass sich Ihre Wiese auch selbst regenerieren kann. Im besten Falle also ohne jedwede Nachsaat.

    Somit darf die Mahd nicht vor der Hauptblüte der Wiesenpflanzen erfolgen, da die Samenreife für eine natürliche Regeneration der Wiese sorgt.

Haben Sie Interesse an Pferdeheu,
oder Interesse auf Ihrer Wiese
Pferdeheu zu produzieren?

Dann nehmen Sie bitte gerne mit uns Kontakt auf – wir unterstützen Sie gerne.

Landschaftspflege Südweststeiermark
Regionalmanagement Südweststeiermark GmbH
Grottenhof 1
A-8430 Leibnitz

E-Mail: wilde-wiesen@landschaftspflege-suedweststeiermark.at
Tel. Nr.: +43 3452 71305